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Zwischen UX, UI und Nutzerinteraktion: Welche Sprache wird gesprochen?

Wir, IT Studio Rech, haben uns vorgenommen, ein bisschen Klarheit im Dschungel der Begriffe und Anwendungen zu schaffen. Auf einfache Weise erklären wir euch, was die IT-Landschaft überhaupt bereithält.

Ein Ausflug von Deutschland aus in die Schweiz oder nach Österreich ist nur einen Katzensprung weit entfernt, sodass der Kurzurlaub oft schon mit ein bis zwei Tagen geplant werden kann. Kaum angekommen, gibt es ein „Hallo“im Supermarkt oder ein „Wie viel macht das bitte?“ im Restaurant, weil unsere Sprache schließlich überall dieselbe ist, oder? Zumindest solange, bis sich die kleinen Unterschiede zeigen, wenn der Österreicher uns ein unkompliziertes „Das geht sich eh aus“ gibt, der Schweizer erklärt „Das macht dann 3,50 €, oder?“, weil … warum ein Oder? Steht der Preis noch nicht fest? 

Ungefähr so fühlt sich der Sprung in die Tech-Branche für Kunden oft an: Dieselbe Sprache, aber einzelne Begriffe, die mit einer Selbstverständlichkeit angewendet werden, dass ein Nachfragen sich zu sehr nach Kompetenzverlust anfühlt. Was jedoch spätestens dann problematisch wird, wenn es darum geht, eine IT-Agentur zu beauftragen oder einem Programmierer zu erklären, was eigentlich gewünscht wird.

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Die User Experience aka UX hat viele Facetten

First of all: UX steht für nichts anderes als die User Experience, also die Erfahrungen, die ein Nutzer in der Interaktion mit einem Produkt oder mit einem Service macht. Während die Nutzererfahrung in Bereichen wie bspw. der Betriebswirtschaftslehre on vogue ist, wenn es darum geht, das Kundenverhalten zu untersuchen und noch mehr Geld mit noch besseren Angeboten zu machen, steht in der IT gefühlt alles andere weiter im Vordergrund.

Die UX hinterfragt nicht nur das Nutzerverhalten an sich, sondern konzentriert sich darauf, wie einzelne Designelemente, Formen und Farben auf den User wirken. In Bezug auf die User Experience geht es also um die Beantwortung von zwei Fragen:

  • Welche Designelemente wirken in jeweils welcher Form auf den User?
  • Wie fühlt sich die Nutzung eines Produktes oder Services für den User an?

Insbesondere zum zweiten Punkt gilt der immer gleiche Ansatz: Es muss sich intuitiv anfühlen und authentisch, es darf nicht umständlich sein und es soll aufgreifen, was wir in unserer Kindheit gelernt haben – neue Produkte und Services verwenden, ohne zuvor eine Bedienungsanleitung lesen zu müssen.

Wie ein UX-Prozess aussehen kann bzw. wie der Weg aussehen kann von „Was fühlt der User“ zu „Hier ist die Lösung“, zeigt z. B. Dinda Lutfiyah in ihrer Case Study zu den Fragen, was User über den Ausbruch der Corona-Pandemie denken und wie sie mit dieser Situation umgehen. Auslöser war für sie die Tatsache, dass die Medien exzessiv über die Pandemie berichteten, was in Kombination mit bspw. den Lockdowns dafür sorgte, dass die Angst in der Gesellschaft stetig zunahm. Ziel war es also, eine Möglichkeit zu entwickeln, Informationen zu kuratieren, das Stresslevel für den Rezipienten zu reduzieren und Wissen so aufzuarbeiten und zu präsentieren, dass User damit umgehen können.

Wird über die UX nachgedacht, kommt es entsprechend auf viele Aspekte an, wie bspw. die Designelemente, die Frage, wie intuitiv die Anwendung ist, aber auch technische Details zur Umsetzung einer interaktiven Anwendung, wie die Wahl eines entweder imperativen oder reaktiven Programmiermodells.

Die User Experience bzw. UX stellt kurzgesagt also die Schnittstelle zwischen dem Unternehmen auf der einen Seite und den Nutzern auf der anderen Seite dar, die durch die Nutzung von Produkten und Services in eine Interaktion mit dem Unternehmen treten.

Was genau macht UX eigentlich?

UX-Design konzentriert sich auf verschiedene Bereiche der Tech-Branche, wie bspw. Webseiten und Apps, Voice Designs, Virtual und Augmented Reality, aber auch Servicedesigns:

UX-Design für Apps, Webseiten und Software

... konzentriert sich vor allem darauf, eine natürliche und komfortable Onlineerfahrung für Nutzer zu generieren. Wichtig ist dies insbesondere im E-Commerce-Bereich, aber längst nicht mehr nur, denn auch bekannte Apps wie bspw. Tinder setzen auf ein ausgeklügeltes UX-Design.

UX-Design für Voice Interfaces

… spielt eine zunehmend wichtige Rolle, denn User setzen immer seltener auf Textfunktionen und bevorzugen Sprachfunktionen – das betrifft natürlich nicht nur das vermehrte Senden von Sprachnachrichten in WhatsApp, die teilweise zum Podcast mutieren, es betrifft auch alltägliche Bedürfnisse wie das Googeln von Informationen, bei dem die Eingabe mittlerweile bei bis zu 50 Prozent der Anfragen per Sprachfunktion erfolgt.

UX-Design für Virtual und Augmented Reality

... wird für den VR- und AR-Markt immer wichtiger – immerhin stellt er einen Konsumbereich dar, der über ein Volumen von knapp 40 Milliarden Euro verfügt. Ziel dieser Technologien ist es, in den Alltagsbereich vorzustoßen, was bspw. durch Apps wie Ingress und Pokémon Go bewerkstelligt wird und bei denen es darauf ankommt, die virtuellen Technologien nahtlos in die Realität einzugliedern, sodass der User sich in der Nutzung wohlfühlt.

UX-Design für Servicedesigns

... ist besonders aus dem Grund interessant, weil es hier nicht nur um digitale Produkte geht, denn nicht nur die Nutzererfahrung im Internet ist von Relevanz – auch im Analogen bewegt sich der Nutzer durch eine Welt, in der er Komfort und Intuition wünscht. Auch wenn es sich beim Servicedesign nicht per se um ein UX-Design im technologischen Sinne handelt, so geht es doch um die User Experience und darum, sie stetig zu verbessern.

UX ist also nicht nur für Unternehmen, Kunden, die Tech-Industrie oder Programmierer von Interesse, sondern stellt etwas dar, was uns in unserem Alltag tagtäglich begegnet.

Warum ist die UX wichtig für ein Produkt oder einen Service?

Das Ziel eines UX-Designers besteht also immer darin, alltägliche Produkte und Services, aber auch genutzte Technologien, nutzerfreundlich und zugänglich zu machen. Die Kür stellt letztlich da, wenn Nutzer wirklich Lust darauf haben, ein Produkt zu benutzen, weil es Spaß macht und sich so leicht bedienen lässt, dass gar nicht erst der Gedanke daran aufkommt, dass es sich um Arbeit handeln könnte – insbesondere dieser Aspekt ist für Unternehmen wichtig, wenn es darum geht, ein solches Produkt, einen solchen Service oder eine solche Technologie zu entwickeln. Wie gut dies teilweise umgesetzt wird, kann an Beispielen von Global Playern wie Apple oder Microsoft gesehen werden, aber UX ist längst nicht mehr nur für die Großen interessant oder, wie der CEO von IBM es ausdrückt:

Good design is good business!

Thomas J. Watson Jr. (1973)

Die Wichtigkeit der UX kann dabei sowohl aus Kunden- als auch aus der Anbieterpespektive betrachtet werden:

Für Anbieter

... ist die UX wichtig, um Nutzer an ihr Produkt oder ihren Service zu binden und im freien Wettbewerb am Markt die Nase vorne zu haben.

Für User

... ist die UX wichtig, um die Motivation zu entwickeln, ein Produkt oder einen Service zu nutzen und dies dann auch problemlos umsetzen zu können.

Die UX stellt somit für beide Seiten einen klaren Vorteil dar und sollte mit entsprechender Priorität behandelt werden.

Wenn dir unsere Ausführungen gefallen haben, sind wir gerne für dich da, um gemeinsam das UX-Design für deinen Service, dein Produkt, deine Software oder alle anderen Überlegungen anzugehen! Als junges Team stehen wir für Innovation und Flexibilität – lass uns gemeinsam an deinen Ideen arbeiten und Großes schaffen.

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